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Josip Broz, später als Tito bekannt, wurde 1939 zum Generalsekretär der Kommunistischen Partei Jugoslawiens ernannt. Diese Position markierte den Beginn seiner langjährigen Führung in Jugoslawien. Unter seiner Leitung wandelte sich die Partei von einer Untergrundorganisation zu einer bedeutenden politischen Kraft. Titos Führung war entscheidend für die Widerstandsbewegung gegen die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg und prägte die Nachkriegsentwicklung Jugoslawiens als sozialistischer Staat
Władysław Gomułka, ein führender polnischer Kommunist, wurde wegen des Vorwurfs des „Titoismus“ seines Amtes enthoben. Ihm wurde vorgeworfen, einen vom sowjetischen Kurs abweichenden, eigenständigen Sozialismus nach dem Vorbild Jugoslawiens unter Tito anzustreben. Dies galt in der stalinistisch geprägten Zeit als ideologischer Verrat. Seine Absetzung spiegelte die harte Linie Moskaus gegenüber abweichenden Positionen innerhalb des Ostblocks wider. Gomułka wurde politisch isoliert, blieb aber inhaftiert, bis er Jahre später unter veränderten Bedingungen zurückkehrte.
Der Tod von Josip Broz Tito markierte das Ende einer Ära für Jugoslawien. Als charismatischer Staatschef hielt er den Vielvölkerstaat durch seine starke Führung und eine Politik der Blockfreiheit zusammen. Seine unabhängige Haltung gegenüber der Sowjetunion und sein Engagement für die Blockfreienbewegung machten ihn international bekannt. Nach seinem Tod geriet Jugoslawien in politische und ethnische Spannungen, die später zum Zerfall des Landes und zu den Balkankriegen führten. Sein Vermächtnis bleibt bis heute umstritten.