Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Das letzte Displaced-Persons-Camp in Föhrenwald bei Wolfratshausen wird 1957 geschlossen, womit ein bedeutendes Kapitel der jüdischen Nachkriegsgeschichte in Deutschland endet.
Die erste elektronisch gesteuerte verkehrsabhängige Lichtsignalanlage / Ampel wird am Knotenpunkt Neuried in Betrieb genommen.
Contergan (Thalidomid) war ein Schlaf- und Beruhigungsmittel, das ab 1957 besonders Schwangeren gegen Übelkeit verschrieben wurde. Es führte weltweit zu schweren Fehlbildungen bei etwa 10.000 Neugeborenen, darunter fehlende Gliedmaßen und Organschäden. 1961 wurde das Medikament vom Markt genommen. Der Fall löste eine öffentliche Debatte über Arzneimittelsicherheit aus und führte zu strengeren Test- und Zulassungsverfahren. Die Contergan-Stiftung wurde gegründet, um Betroffene finanziell zu unterstützen. Heute wird Thalidomid in kontrollierten Anwendungen für spezifische Krankheiten eingesetzt.
„Zum blauen Bock“ war eine beliebte deutsche Fernsehshow, die über drei Jahrzehnte lief und vom Hessischen Rundfunk produziert wurde. In einer fiktiven Apfelweinkneipe präsentierten Heinz Schenk und Lia Wöhr volkstümliche Musik, Sketche und humorvolle Gespräche. Die Mischung aus Unterhaltung und heimatlichem Flair machte die Sendung zu einem festen Bestandteil der Samstagabend-Unterhaltung. Mit prominenten Gästen und ihrer gemütlichen Atmosphäre prägte sie das deutsche Fernsehen nachhaltig und bleibt ein Klassiker der Fernsehgeschichte.
Sputnik war der erste künstliche Satellit, der erfolgreich in eine Erdumlaufbahn gebracht wurde. Er hatte eine kugelförmige Form mit vier langen Antennen und sendete Radiosignale zur Erde, die weltweit empfangen wurden. Der Satellit war ein technologischer Meilenstein und markierte den Beginn des Wettlaufs ins All zwischen den USA und der Sowjetunion. Sputnik bewies, dass Raumfahrt möglich war, und löste sowohl Faszination als auch politische Spannungen aus. Er blieb einige Wochen im Orbit, bevor er verglühte.
Lew Rebet wird im Haus am Karlsplatz 8 in München vor der damaligen Straßenbahnhaltestelle, vom KGB-Agenten Bogdan Staschinski, der später auch Stepan Bandera umbrachte, mit einer speziell gefertigten Blausäurepistole ermordet. (Zuerst im Waldfriedhof beerdigt, dann in die Ukraine überführt)