Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Mahatma Gandhi wurde von einem hinduistischen Nationalisten erschossen, der mit Gandhis Haltung gegenüber Muslimen und seiner Politik der Gewaltlosigkeit nicht einverstanden war. Die Ermordung geschah während eines öffentlichen Gebets in Neu-Delhi. Gandhi hatte sich zeitlebens für Frieden, religiöse Toleranz und die Unabhängigkeit Indiens eingesetzt. Sein Tod erschütterte nicht nur Indien, sondern die ganze Welt. Millionen trauerten um ihn, und er wurde posthum als Symbol für gewaltlosen Widerstand und moralische Führung verehrt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stärkte die Sowjetunion ihren Einfluss in Osteuropa. In der Tschechoslowakei kam es zu einem kommunistischen Umsturz, als unter sowjetischem Druck eine neue, mosklandtreue Regierung gebildet wurde. Der sogenannte „Prager Februar“ gilt als ein Wendepunkt in der Nachkriegspolitik, da er den Übergang zu einer Einparteienherrschaft markierte. Der Westen reagierte alarmiert – dieses Ereignis trug maßgeblich zur Entstehung des Kalten Krieges bei, der durch das wachsende Misstrauen zwischen Ost und West geprägt war.
David Ben-Gurion, der erste Premierminister Israels, proklamierte die Unabhängigkeit des Staates Israel. Dies geschah in Tel Aviv, und die Proklamation markierte das Ende des britischen Mandats in Palästina. Der Schritt führte zu einem Krieg zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn, währenddessen Israel seine Unabhängigkeit verteidigte und seine Staatsbildung festigte.
Der Erste Arabisch-Israelische Krieg begann 1948 nach der Gründung des Staates Israel. Israel kämpfte gegen Ägypten, Transjordanien, Syrien, Irak und andere arabische Staaten, die den neuen Staat nicht anerkennen wollten. Die Kämpfe führten zu großen Bevölkerungsverschiebungen und setzten den Grundstein für den anhaltenden Nahostkonflikt. Israel behauptete sich militärisch und erweiterte sein Territorium über die ursprünglichen UN-Teilungspläne hinaus. Der Krieg endete 1949 mit Waffenstillstandsabkommen, die die Grenzen Israels festlegten.
In der Tschechoslowakei übernahm die Kommunistische Partei unter sowjetischem Einfluss die vollständige Kontrolle über die Regierung. Nach massiven politischen Spannungen und dem Rücktritt nichtkommunistischer Minister bildete Klement Gottwald eine neue, kommunistisch dominierte Regierung. Präsident Edvard Beneš, der sich gegen die Entwicklung stellte, trat später unter Druck zurück. Gottwald übernahm daraufhin das Präsidentenamt. Diese Machtergreifung beendete die parlamentarische Demokratie im Land und führte zur Errichtung einer sozialistischen Einparteienherrschaft. Das Ereignis gilt als ein Schlüsselmoment im frühen Kalten Krieg.
In den westlichen Besatzungszonen Deutschlands wurde die c (DM) als neue Währung eingeführt. Dies war ein entscheidender Schritt im Rahmen der Wirtschaftsreformen, um die wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen. Die Einführung der DM beendete die hyperinflationäre Phase, die durch die Nutzung der Reichsmark nach dem Zweiten Weltkrieg verursacht wurde, und trug zur wirtschaftlichen Erholung bei.
Alle Bewohner konnten 60 Reichsmark im Verhältnis 1:1 umtauschen.
Am 24. Juni 1948 begann die Berlin-Blockade, eine sowjetische Maßnahme gegen die westlichen Besatzungszonen Berlins. Die Sowjetunion blockierte den Land- und Wasserweg nach West-Berlin, um politischen Druck auszuüben und den westlichen Zugang zur Stadt zu verhindern. Dies führte zur Berliner Luftbrücke, bei der die westlichen Alliierten Lebensmittel und Versorgungsgüter in die Stadt transportierten, und endete im Mai 1949.
Die westlichen Besatzungsmächte beauftragen die Ministerpräsidenten der westdeutschen Länder, eine demokratische Verfassung für einen westdeutschen Staat auszuarbeiten. Ziel war es, eine stabile politische Ordnung im westlichen Teil Deutschlands zu schaffen. Dieser Schritt war eine Reaktion auf die zunehmenden Spannungen mit der Sowjetunion und die gescheiterte Einigung über eine gesamtdeutsche Lösung. Die Vorbereitungen führten zur Einberufung des Parlamentarischen Rates, der später das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland entwarf.
Die Währungsreform in der Ostzone Deutschlands führte die Deutsche Mark der DDR ein, um die marode Reichsmark zu ersetzen und die Wirtschaft zu stabilisieren. Diese Reform war eine Reaktion auf die westdeutsche Währungsreform und trug zur wirtschaftlichen Trennung zwischen Ost- und Westdeutschland bei. Die Einführung der neuen Währung markierte einen wichtigen Schritt in der Teilung Deutschlands und vertiefte die wirtschaftlichen und politischen Unterschiede zwischen den beiden deutschen Staaten.
Die Vorbereitung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland begann mit der Konferenz auf Herrenchiemsee. Experten aus den westlichen Besatzungszonen trafen sich, um einen Verfassungsentwurf zu erstellen. Diese Konferenz legte die Grundstrukturen des Grundgesetzes fest, einschließlich der föderalen Ordnung, der Gewaltenteilung und der Grundrechte. Der Entwurf diente als Grundlage für den Parlamentarischen Rat, der das Grundgesetz weiter ausarbeitete und verabschiedete. Das Resultat war eine demokratische Verfassung, die das Fundament der Bundesrepublik Deutschland bildete.
Der UN-Vermittler Graf Folke Bernadotte wurde in Jerusalem von Mitgliedern der israelischen Stern-Gruppe ermordet. Bernadotte, ein schwedischer Diplomat, arbeitete an einem Friedensplan zur Lösung des arabisch-israelischen Konflikts. Die Stern-Gruppe, eine zionistische Untergrundorganisation, lehnte Bernadottes Vorschläge ab und betrachtete seine Vermittlungsversuche als Bedrohung für die israelischen Interessen. Die Ermordung erschütterte die internationale Gemeinschaft und verschärfte die Spannungen im Nahen Osten weiter.
Władysław Gomułka, ein führender polnischer Kommunist, wurde wegen des Vorwurfs des „Titoismus“ seines Amtes enthoben. Ihm wurde vorgeworfen, einen vom sowjetischen Kurs abweichenden, eigenständigen Sozialismus nach dem Vorbild Jugoslawiens unter Tito anzustreben. Dies galt in der stalinistisch geprägten Zeit als ideologischer Verrat. Seine Absetzung spiegelte die harte Linie Moskaus gegenüber abweichenden Positionen innerhalb des Ostblocks wider. Gomułka wurde politisch isoliert, blieb aber inhaftiert, bis er Jahre später unter veränderten Bedingungen zurückkehrte.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs teilten die Alliierten die koreanische Halbinsel entlang des 38. Breitengrades in eine sowjetische Besatzungszone im Norden und eine amerikanische Besatzungszone im Süden . In der nördlichen Zone rief Kim Il Sung mit Unterstützung der Sowjetunion schließlich die Demokratische Volksrepublik Korea aus, wodurch ein sozialistischer Staat entstand. Zuvor war im Süden die Republik Korea gegründet worden . Die Staatsgründung Nordkoreas festigte die Teilung Koreas und wurde zu einem bedeutenden Element der entstehenden Nachkriegsordnung im beginnenden Kalten Krieg .
Die Internationale Jugendbibliothek wurde in München gegründet, um Kindern und Jugendlichen weltweit Zugang zu hochwertiger Literatur zu ermöglichen. Sie entstand aus der Idee, nach dem Zweiten Weltkrieg durch Bücher zur Völkerverständigung beizutragen. Initiatorin war Jella Lepman, die sich für internationale Kinderliteratur einsetzte. Die Bibliothek sammelte Werke aus vielen Ländern und Sprachen, förderte den interkulturellen Dialog und entwickelte sich zu einer wichtigen Forschungs- und Dokumentationsstelle für internationale Kinder- und Jugendliteratur. Sie ist bis heute einzigartig in ihrer Art.
Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR) wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in Paris verabschiedet.
Details:
Der 10. Dezember wird jährlich als Tag der Menschenrechte gefeiert.