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Walter Rathenau, der deutsche Außenminister und prominente Politiker der Weimarer Republik, wurde in Berlin von rechtsgerichteten Extremisten ermordet. Sein Tod offenbarte die wachsende politische Instabilität in Deutschland und den Aufstieg extremistischer Bewegungen. Rathenaus liberale Ansichten und seine Rolle im Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg machten ihn zu einer kontroversen Figur.
Der Kellogg-Briand-Pakt ist ein internationaler Vertrag, initiiert von den Außenministern der USA und Frankreichs, der Krieg als Mittel nationaler Politik ächtet. Zahlreiche Nationen unterzeichneten ihn, um nach einem verheerenden Weltkonflikt den Frieden zu fördern. Trotz seines Idealismus fehlten Durchsetzungsmechanismen, was seine Wirksamkeit einschränkte.
1929 starb Gustav Stresemann, der deutsche Außenminister und Schlüsselfigur der Weimarer Republik. Bekannt für seine versöhnliche Außenpolitik und Bemühungen um den Wiederaufbau Deutschlands nach dem Ersten Weltkrieg, trug er maßgeblich zur Verbesserung der internationalen Beziehungen und zur Stabilisierung der deutschen Wirtschaft bei. Sein Tod markierte das Ende einer Ära relativer Stabilität vor dem Aufkommen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs.
Graf Galeazzo Ciano, Schwiegersohn Mussolinis, wurde italienischer Außenminister und übernahm eine zentrale Rolle in der Außenpolitik des faschistischen Italien. Unter seiner Führung näherte sich Italien weiter dem nationalsozialistischen Deutschland an und unterstützte dessen expansive Politik in Europa. Ciano war maßgeblich an der Bildung der Achse Berlin-Rom beteiligt und spielte eine Schlüsselrolle in den Verhandlungen und Bündnissen, die Italien in den Zweiten Weltkrieg führten. Trotz seiner Loyalität zu Mussolini zeigte Ciano später Zweifel an der Allianz mit Hitler.